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VdK-Ortsverband feierte 70-jähriges Bestehen

Die Geehrten des VdK
Die Geehrten mit Vorsitzenden Rainer Wolf, 3. Bürgermeister Karl Ehrenreich, 2. Vorstand Peter Hannappel und Kreisvorsitzende Hannelore Luginger (rechts)

Vor siebzig Jahren, zwei Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges beschlossen Bürger der Gemeinde Gerzen, wie in vielen anderen Gemeinden auch, einen VdK-Ortsverband zu gründen, mit dem Ziel, für die zahlreichen Versehrten des Krieges, deren Witwen und Kinder eine staatliche Fürsorge zu erreichen. Das 70-jährige Bestehen feierte nun der VdK-Ortsverband Gerzen mit seinen Mitgliedern und örtlichen Vereinen. 

Die Veranstaltung begann mit einem Zug der Mitglieder zusammen mit den Ehrengästen und teilnehmenden Ortsvereinen begleitet von der Blaskapelle „Felix Riedel“ zur Pfarrkirche, wo Pfarrer Franz Speckbacher einen Jubiläumsgottesdienst zelebrierte. In seiner Predigt ging der Geistliche auf die seit nunmehr 70 Jahren geleistete, segensreiche Arbeit des Vereins ein, in der unzähligen Menschen in schwieriger Lage mit Rat und Tat zur Seite gestanden und geholfen wurde. Der VdK versteht sich bis heute als Stimme derjenigen, die nicht zu den Einflussreichen, zu den Bevorzugten in unserer Gesellschaft gehören. Er dankte allen Männern und Frauen, die sich seit 1947 als Vorsitzende oder als Mitarbeiter in der Vorstandschaft für unseren VdK in die Pflicht nehmen ließen. „Wie viel Herzblut ist in diesen 70 Jahren geflossen, wie viel Vertrauen gewachsen, wie viel Gerechtigkeit und Unterstützung konnten benachteiligte Menschen erfahren! Mit Eurem Einsatz habt Ihr nicht nur das Lebensschicksal vieler Männer und Frauen erleichtert, sondern auch die Liebe Gottes aufleuchten lassen; die Stimme Jesu Christi hörbar gemacht und damit unsere Welt zum Guten verändert! Der Herr begleite Eure Arbeit zugunsten des einzelnen Menschen auch weiterhin mit Seinem besonderen Segen, damit uns der technische Fortschritt nicht über den Kopf wächst, damit wir in unserer überbordenden Bürokratie nicht zu bloßen Nummern verkommen und unsere Umgebung als echte Heimat erfahren, die unser Gerzen lebens- und liebenswert macht!“, so der Pfarrer.

Das nach dem Gottesdienst geplante Gedenken an die verstorbenen Mitglieder am Kriegerdenkmal konnte aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse nicht durchgeführt werden. So zog man bei Wind und Regen zurück zum Gasthof Bergmeier, wo das gemeinsame Mittagessen eingenommen wurde.

Vorsitzender Rainer Wolf, der heuer ebenfalls seinen 70. Geburtstag feierte, begrüßte die Ehrengäste, Mitglieder und Vereinsabordnungen und gab einen Rückblick über die Geschichte der vergangenen 70 Jahre. Der VdK-Ortsverband Gerzen wurde am 01.04.1947 unter den schwierigen Bedingungen der Nachkriegsjahre gegründet und hieß damals „Verband der Körperbehinderten, Arbeitsinvailden und deren Hinterbliebenen e.V.". Gründungsmitglieder waren die Herren Butzenberger, Kasdar, Wolloner, Biehatsch und Dr. Zepnick, der auch den ersten Vorsitzenden machte. Als weitere Vorsitzende folgten: Herr Biehatsch, Frau Anna Luger, die Herren Josef Wolloner, Peter Buchholz, Josef Limmer, Johann Seidel, Josef Paringer und Günther Brunner. 1958 wurde vom Verein eine Fahne angeschafft und geweiht. An der Zielsetzung die Sozialschwachen zu unterstützen habe sich bis heute nichts verändert.

3. Bürgermeister Karl Ehrenreich sagte in seinen Begrüßungsworten, dass der Zweite Weltkrieg viel Leid, Zerstörung und Not zurück gelassen hat. Eine Situation, in der es wichtig war sich gegenseitig zu helfen, um die schwierige Zeit zu meistern. Gerade für die Kriegsversehrten war das eine beinahe unüberwindbare Herausforderung. Hier hatte der VdK unkompliziert und uneigennützig diejenigen im Blick, die sich allein nicht helfen konnten. Der VDK-Ortsverband Gerzen sei ein Teil unserer Gemeinde, der für viele Mitbürger eine wichtige Anlaufstelle ist. Er dankte für dieses Engagement und wünschte dem Verein weiterhin viel Erfolg.

Kreisvorsitzende Hannelore Luginger überbrachte die besten Wünsche des Kreisverbands Landshut zum Jubiläum und bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Mitarbeitern für deren Engagement. Sie hob die bedeutende und verbindende Rolle des Sozialverbands VdK für die Menschen vor Ort hervor. Mit 670.000 Mitgliedern in Bayern und über 1,84 Millionen Mitglieder bundesweit kann der Verband viel erreichen. Mit jedem einzelnen engagierten Mitglied wächst die Schlagkraft als Gesamtverband im Einsatz für die Menschen. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, uns mit viel Engagement auf politischer Ebene für unsere Mitglieder einzusetzen, aber natürlich setzen wir uns auch für jeden Einzelnen ein, um seine Rechte durchzusetzen“, so Frau Luginger.

In den ersten neun Monaten 2017 hat der VdK Bayern rund 280.000 sozialrechtliche Beratungen für seine Mitglieder durchgeführt. Mit der anstehenden Landtagswahl im kommenden Jahr hat man die erneute Chance, öffentlichkeitswirksam auf die Ziele des VdK aufmerksam zu machen und Druck auf die Politik ausüben. So ist für Sommer 2018 eine „Aktion zur Landtagswahl 2018" mit dem Schwerpunkt „Barriere-Freiheit" geplant. Gemeinsam gilt es die soziale Gerechtigkeit in Deutschland und Bayern voranzutreiben.

Anschließend übernahm sie zusammen mit dem Vorsitzenden Rainer Wolf und 3. Bürgermeister Karl Ehrenreich die Ehrung langjähriger Mitglieder. Für 20 Jahre Mitgliedschaft wurden Christian Blechanow, Maria Paringer und Rosemarie Thalhammer geehrt. Für 30 Jahre treue Mitgliedschaft wurde Josef Paringer geehrt.

Nach dem offiziellen Teil gab es ein Kuchen-Buffet zum Ausklang der Feier.

 

 

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